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Dresdner Sportclub 1898 e.V. Abteilung Fußball | 9. Mai 2021

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Serie „DSC-Geschichte ab 1990“: Teil 11 = 2012-2014

30.01.2021

24.08.2013: DSC - SC Borea DSC-Mannschaftsfoto 2013/14 18.08.2012: DSC - FV Laubegast 21.09.2013: Eintracht Niesky - DSC

In Teil 10 unserer Geschichts-Serie durfte am Ende gejubelt werden. Dem DSC gelingt der sofortige Wiederaufstieg in die Bezirksliga Ost. Wie es hier für den Sportclub weitergeht, erfahrt Ihr in dieser elften Folge über die DSC-Geschichte seit 1990. Unter anderem geht es diesmal um den Klassenerhalt am letzten Spieltag, ein erneutes großes Hochwasser, was den DSC vorübergehend auf die Wurzener Straße verdrängt, einen Biss in den Ellbogen, die Top-Landesklasse-Platzierung für viele Jahre und zwei gehaltene Elfmeter direkt nacheinander, die trotzdem zum Gegentor führen. Viel Spaß!

 

Saison 2012/13 (Bezirksliga Ost)

Mit Victor Janakiew verlässt der letztjährige Stammtorhüter den Dresdner SC in Richtung Oberligist Heidenauer SV. Als Neuzugänge werden Elias Hoffmann, Lukas Hauptmann, Lars Schöffel, Franz Seifert und Philipp Mayer sowie von der SG Groß Gaglow kommend Nico Fuchs und Gregor Harnath präsentiert. Hinzu kommt noch Moritz von Galen. Letztere zwei engagierten sich später im Nachwuchsbereich als Nachwuchstrainer. Ebenso tolles Engagement legt für viele Jahre Neuling Martin „Cheese“ Käseberg an den Tag – er kommt vom SC Riesa nach Dresden. Käseberg hatte übrigens vier Jahre zuvor das entscheidende 3:2 für den SC Riesa gegen den DSC im Ernst-Grube-Stadion erzielt. Der junge Torwart Niels Remwolt sowie Alexander Berthold bleiben jeweils nur ein halbes Jahr.

Während die Sächsische Zeitung groß über Trainer Boris Lucic titelt „Hart, aber herzlich!“, gelingen der Sportclub-Elf zum Einstieg in die Pflichtspiel-Saison zwei Landespokal-Siege über Großpostwitz-Kirschau (5:3) sowie Laubegast (5:4 n.E.). Darüber freuen sich vor allem auch die Dauerkarten-Besitzer, da diese sich so noch stärker bezahlt macht. Erstmals gibt es seit langem wieder dieses Angebot beim DSC. Doch bereits am zweiten Spieltag folgte eine richtige Klatsche – ausgerechnet beim Post SV. Mit 5:1 gehen die Friedichstädter unter. Die Wiederauferstehung gelingt eine Woche später mit dem dritten Sieg im Landespokal (3:1 gegen Königswartha). Und wiederum ein Spiel später gibt es den ersten Ligasieg: 3:2 gegen Cunewalde. Die Serie geht auch in Oppach weiter (3:0 für den Sportclub) – sein Debüt gibt dabei Torhüter Jan Becke.

Im Landespokal ist dann in Runde 3 Endstation. Landesligist NFV Gelb-Weiß Görlitz zeigt beim 1:4 im Steyer-Stadion dem Heimteam die Grenzen auf. Dennoch eine gute Pokalbilanz! Die Görlitz-Partie geht übrigens vor 265 Zuschauern bereits um 10:30 Uhr über die Bühne, da durften die Gäste zeitig aufstehen. Mit dabei war auch eine Cheerleading-Truppe der Gelb-Weißen.

In einer ordentlichen Hinrunde gelingt noch ein 2:2 daheim gegen den späteren Staffelsieger SV See, danach geht dem Sportclub aber etwas die Luft aus. Unter anderem gibt es eine klare 3:0-Niederlage bei Weixdorf – vor der Rekordkulisse der Bezirksliga Ost von 493 Zuschauern, darunter auch 120 DSC-Anhängern. Zur Winterpause stehen die Lucic-Schützlinge mit 12 Punkten aus 12 Spielen über dem Strich, es ist aber alles eng beisammen.

In der Pause gibt’s diesmal bei den Hallenturnieren nix zu feiern. Auch im zweiten Testspiel (wie schon im Vorjahr) gegen den Schweizer FV Blau-Weiß Oberburg gibt es nur anfangs etwas zu feiern. 5:2 heißt es nach einer halben Stunde, ehe Ex-DSC’er Michael Damm mit zwei Treffern für die Gäste noch dafür sorgt, dass der 5:5-Ausgleich bis zum Spielende gelingt.

Die Rückrunde beginnt nach einigen winterbedingten Spielausfällen mäßig. Erst am 1. April gelingt der erste Dreier. 245 Zuschauer sehen im Heinz-Steyer-Stadion dabei ein torreiches Stadtderby, dass alles in sich hatte. 6:5 heißt es schlussendlich gegen die Post. Christian Heinrich erzielt in der Schlussminute mit seinem dritten Treffer des Tages das entscheidende und umjubelte Tor für den Sportclub.

Während sich die Saison dann Stück-für-Stück dem Ende nähert, wird der Blick auf die Abstiegsreglung wichtiger. Das ist wiederum kompliziert, weil die Anzahl der Absteiger von den Absteigern aus den höheren Ligen abhängt. So schaut der geneigte Fan Woche für Woche auf die Ligen bis zur Regionalliga und errechnet die Lage. Zwischen zwei und fünf Absteigern ist alles möglich. Für den DSC wichtig, denn er positioniert sich lange Zeit genau in diesem Bereich. Am viertletzten Spieltag vergeigen die Schwarz-Roten das 6-Punkte-Spiel bei Großpostwitz-Kirschau mit 2:1 und fallen auf den drittletzten Platz zurück. Währenddessen zeichnet sich ab, dass wohl vier Teams absteigen müssen. Der DSC liegt zwei Punkte zurück, insgesamt sind aber noch ganze sieben Teams in der „Verlosung“ dabei.

Das Saisonfinale wird dann nochmal dramatisch, vor allem wegen der Rahmenbedingungen. Das drittletzte Saisonspiel gegen Weixdorf wird nach Dauerregen abgesagt, weil der Rasen im Steyer-Stadion nicht bespielbar ist. Das Wetter sorgt parallel dafür, dass die Elbe immer mehr Wasser führt und das Ostragehege erneut bedroht. Am Sonntag-Nachmittag bestreiten die DSC-Damen (als Spielgemeinschaft mit Trachenberge) bei widrigen Verhältnissen das vorerst letzte Spiel auf dem Gelände. Am Montag, den 3. Juni ist es dann soweit und die ersten Plätze werden überflutet. Damit ist auch klar, dass das auf den Mittwoch verlegte Spiel gegen Weixdorf wohl erneut nicht stattfinden kann. Im Gehege kämpft ein Einsatztrupp der Stadt und fleißige Helfer des DSC dafür, dass alle Hindernisse beseitigt und die Keller in der Arena leergeräumt werden. Am 6. Juni erreicht das Elbe-Hochwasser bei 8,73 Metern den Scheitelpunkt. Die Plätze im Gehege sind allesamt komplett überflutet, das Wasser strömt direkt darüber hinweg in die dahinterliegende Flutrinne. Das Stadion ist durch die Hochwasser-Schutzmaßnahmen geschützt, es läuft mit Pumpen aber der Kampf gegen das Grundwasser.

Die Bedingungen für die die Lucic-Elf sind in dieser entscheidenden Saisonphase schwierig. Zum Training wird ausgewichen, beispielsweise nach Bannewitz. In Königswartha findet der Sportclub die nötige Konzentration und gewinnt mit 3:1. Da die Abstiegskonkurrenten ansonsten Punkte liegenlassen, stehen die Friedrichstädter wieder über dem Strich und haben es selbst in der Hand. Vier Punkte müssen noch her aus zwei Spielen und man ist sicher durch.

Da das Stadion weiter gesperrt bleibt, geht es für die Friedrichstädter nach Pieschen ins Stadion Wurzener Straße. Vorm Saisonfinale wird der Nachholer gegen Weixdorf nun am Mittwoch hier ausgetragen. Zugleich werden im Ostragehege Dreck, Müll und Schlamm beseitigt – mit Hilfe auch von Fans und Mitgliedern des DSC. Zeitweise sind bis zu 50 Sportclubberer bei den Aufräumarbeiten dabei. 211 Zuschauer sehen das Stadt-Derby, welches der DSC gewinnen kann. Lukas Hauptmann bringt den DSC in Front, genauso wie später Nico Fuchs mit seinem 2:1. Den erneuten Ausgleich der Weixdorfer kann erneut Fuchs vergessen machen. Er köpft fünf Minuten vor Spielende eine Ecke zum wichtigen 3:2 ein. Der Verteidiger sagt dazu: „Die zwei Tore gegen Weixdorf waren die wohl wichtigsten in meiner bisherigen Laufbahn. Auch deshalb, weil das erste Gegentor auf meine Kappe geht. Zum Glück konnte ich nicht nur den Fehler wieder beheben, sondern auch noch ein zweites wichtiges Tor drauflegen. Die drei Tore insgesamt sind für einen Verteidiger ordentlich. Viel mehr schieße ich in der Regel auch nicht.“

Eine Rekordkulisse für die laufende DSC-Saison versammelt sich dann zum Finale im DSC-Ausweichstadion an der Wurzener Straße. Im Schnitt kamen bisher knapp 200 Zuschauer zu den Spielen des Zweiten in der Zuschauertabelle, diesmal wollten sich 343 Zuschauer das für beide Teams entscheidende Spiel im Kampf um den Klassenerhalt nicht entgehen lassen und auch der eine oder andere Konkurrent schaute neugierig auf dieses Duell. Beide Kontrahenten sind punktgleich und benötigen einen Zähler zum Klassenerhalt. Am Ende haben alle etwas zu feiern. Mit dem 1:1 halten beide Teams die Klasse. Für den Aufsteiger DSC ist dies nach einer abwechslungsreichen Saison mit Höhen und Tiefen der versöhnliche Abschluss.

In der Endabrechnung bedeutet dies Platz 10, punktgleich mit dem ersten Absteiger Großpostwitz-Kirschau, aber mit einem um elf Tore besser ausgestatteten Torverhältnis bestückt. Laubegast auf der Position davor hat ebenfalls 30 Punkte, aber wiederum das um neun Tore bessere Torverhältnis. Die Fieberkurve verrät, dass der DSC zehn der 26 Spieltage in der Abstiegszone verbrachte.

Mit 2.340 Spielminuten in allen 26 Spielen verpasst Kapitän Alexander Preißiger keine einzige Minute der Saison. Nico Fuchs folgt mit zwei Spielen Abstand vor André Csobot. Christian Heinrich gewinnt die mannschaftsinterne Torjägerkanone mit 11 Treffern vor Csobot (8 Tore). Stefan Haase ist der Abräumer der Saison mit seinen 10 gelben Karten, für die beiden Platzverweise sorgen aber andere Akteure (Forgber, Hauptmann). Alexander Preißiger, Christian Heinrich und Daniel Forgber verwandeln 7 der 8 DSC-Elfmeter, während alle sechs Elfmeter gegen die Schwarz-Roten ins Ziel treffen. Zum Spieler der Saison wird der Neuling Lukas Hauptmann gewählt (20 % Stimmenanteil). Gregor Harnath und Nico Fuchs landen knapp dahinter (jeweils 17 %).

Im Saisonheft der Abteilung schildert Torwart Jan Becke sein Highlight: „Normalerweise soll ich ja in meinem Fünfmeterraum die Stürmer umhauen, doch leider kam mir Rico in die Quere. Eine durchgebissene Lippe und ne Narbe von Ricos Zahn in meinem Ellbogen waren die Folgen. Bekloppt wie unser Rico ist, hat er nach kurzer Behandlung weitergespielt und abends beim Pokern war der harte Hund auch wieder dabei. Nicht klein zu kriegen!“

Die DSC-Zweite sorgt am vorletzten Spieltag für den Klassenerhalt in der Stadtliga B mit Trainer Bernd Thiem und Co-Trainer Peter Klose. „Besser“ läuft es in der Fair-Play-Wertung, die gewonnen wird. Der A-Jugend gelingt unter Peter Petzold und später Stefan Steglich der Aufstieg in die Bezirksliga. Eine tolle Ehrung gibt’s für den DSC-Schiedsrichter Stefan Herde. Er wird vom Sächsischen Fußball-Verband als Sachsens bester Schiedsrichter 2012 ausgezeichnet.

 

Saison 2013/14 (Bezirksliga Ost)

Das Elbe-Hochwasser vom Juni hinterlässt einen aufgerollten Kunstrasenbelag auf Platz 21, der diesen Platz für längere Zeit nicht bespielbar macht. Platz 12 hat es weniger hart getroffen, aber viele kleinere Schäden bestehen dennoch. Der Rasenplatz 6 muss teilweise abgetragen werden, da sich darauf eine größere Ladung Kies, Dreck und Schlamm befand. Am besten sah noch der Rasenplatz 11 aus. Es wird noch ein halbes Jahr dauern bis der kaputte Kunstrasen repariert ist. In den dunkleren Wochen am Jahresende steht nur Platz 12 für die Trainingseinheiten und Spiele zur Verfügung.

Im Kader passiert während der Sommerpause nur wenig. André Csobot verlässt nach sechs Jahren und 61 Toren in 152 Spielen den Sportclub in Richtung Dorfhain und Nico Opitz wechselt zu Wacker Mohorn. Zusätzlich beendet Marcus Zillich seine Spielerkarriere im Männerbereich und ist ab sofort „nur“ noch Abteilungsleiter beim DSC. Neu dazu kommen Torwart Christopher Schultchen (SG Groß Gaglow), Marcel Kubatz (SG Burg/Spreewald), Jens-Uwe Joneleit (MTV Soltau) sowie Philipp Goltzsch aus der A-Jugend.

Der Saisonstart verläuft ausgewogen. Ein in der Nachspielzeit erkämpftes Unentschieden bei Budissa Bautzen II, ein klarer Heimsieg gegen Borea und eine deutliche Auswärtsniederlage in Bad Muskau stehen zu Buche. Nach einer roten Karte für Torwart Schultchen zieht sich Verteidiger Nico Fuchs die Handschuhe an und kassiert noch zwei Elfmeter-Tore. Im nächsten Spiel steht Fuchs selbst am Punkt und verpasst den 2:2-Ausgleich im Landespokalspiel der 2. Runde gegen Borna. Die 98er scheiden nach einem Freilos in Runde 1 folglich aus und können sich komplett auf die Liga konzentrieren.

Und das gelingt ganz gut. Zunächst gibt es zwar ein 0:6 gegen Laubegast, bei dem mit Albrecht Kaltofen und Daniel Pfitzner auch ehemalige sowie zukünftige Sportclub-Spieler für die Gäste treffen, doch dann kommen die Lucic-Schützlinge in Fahrt. Ein 5:0 in Niesky leistet Wiedergutmachung, dabei müssen Markus Reisch aus der Zweiten und Maximilian Findeisen aus der A-Jugend aushelfen, damit überhaupt 13 Spieler mitfahren können. Es folgen ganze sechs Siege am Stück. Einige Spiele werden absolut verdient gewonnen, andere sind richtige Arbeitssiege, bei denen auch das Glück dem DSC hold ist. Wenn es mal läuft, dann läuft es eben. Die Serie reist gegen Neustadt/Spree. Stefan Haase vergibt in der 89. Minute einen Elfmeter, im Gegenzug fällt das Siegtor für die Gäste. Die Momentaufnahme nach dem 10. Spieltag ist ein starker 3. Platz. Bis zur Winterpause verlieren die Friedrichstädter aber ihre starke Ausgangsposition mit Blick nach ganz vorn und verbleiben im guten Tabellenmittelfeld.

Im Herbst 2013 wird die Geschäftsstellen-Arbeit der Abteilung Fußball umstrukturiert. Einige ehrenamtlich Engagierte aus der Abteilungsleitung sowie dem Umfeld übernehmen fortan die ständig anfallenden Aufgaben des Tagesgeschäfts, so dass kein eigener Geschäftsführer mehr notwendig ist. Beim Gesamtverein löst Wolfgang Söllner den langjährigen Präsidenten Günther Rettich ab.

In der Winterpause geht Torhüter Jan Becke zurück in die Kölner Heimat. Dafür gibt es mit Robert Thomas vom SV Sachsenwerk und Philipp Gröblehner von Borea Dresden zwei Neuzugänge. Letzterer ist aber erst 17 Jahre alt, darf noch nicht in der 1. Männer spielen und muss bis zu seinem 18. Geburtstag Anfang Mai warten. Einen Tag nach seinem Geburtstag wirkt er erstmals mit – von Beginn an bei der Nullnummer gegen den TSV Cossebaude.

Während im März die Bauarbeiten für das Umkleide-Funktionsgebäude zwischen Stadion und Eislaufbahn beginnen, vollzieht der Sportclub einen durchwachsenen Start in die Rückrunde. Die Bauarbeiten sind übrigens der Auftakt für die geplanten Abriss- und Neubauarbeiten des Heinz-Steyer-Stadions. Mehr dazu gibt’s dann in den Folgejahren zu lesen.

Eine turbulente Szene entscheidet auch das zweite Stadtduell gegen Laubegast der Saison für die Männer von der Steirischen Straße. Nach einem vermeintlichen Handspiel von Marc Dietze entscheidet der Schiedsrichter nach einigen Diskussionen überraschend auf Elfmeter. Wenn es ein Handspiel war, dann aber auf jeden Fall außerhalb des sehr schwach abgekreideten Strafraums. Christopher Schultchen sorgt jedoch für Gerechtigkeit und pariert den Elfmeter. Der Referee hatte aber einen zu weit vor der Torlinie stehenden DSC-Torwart gesehen und entscheidet auf Wiederholung des Strafstoßes. Erneut pariert Schultchen diesen stark, doch im Nachschuss trifft Pfitzner. Sein Schuss wird zwar vom besten DSC‘er Schultchen noch einmal geblockt, der Ball taumelt wohl aber wenige Zentimeter hinter die Linie, bevor der Torwart sicher zupacken kann. Diese für den DSC äußerst „unglückliche“ Szenerie entscheidet letztlich das Spiel.

Zwischenzeitlich muss man vier Absteiger aus der Bezirksliga befürchten, so dass auch der DSC auf Tabellenplatz 7 nochmals zum Punkten gezwungen wird, ehe es doch noch eng wird. Am Ende steigen aber nur zwei Teams ab und der DSC punktet auch wieder öfters. Das letzte Saisonheimspiel gegen die zweite Mannschaft von Gelb-Weiß Göritz endet gar 7:0 für den DSC. Zum Saison-Halali gibt’s vor 336 Zuschauern an der Hebbelstraße gegen den bereits feststehenden Staffelsieger Post SV Dresden ein 2:2-Remis. DSC-Torjäger Christian Heinrich erzielt dabei sein 100. Punktspieltor für die Rothemden. Zudem ist es das letzte Pflichtspiel für DSC-Trainer Boris Lucic, der nach vier Jahren Trainerarbeit beim Sportclub ersetzt wird. Dazu aber mehr in der nächsten Folge.

Der DSC kommt so auf einem guten 5. Tabellenplatz ein und wird fortan in der Landesklasse spielen. Aber nur, weil der Sächsische Fußball-Verband die Bezirksliga in Landesklasse umbenennt und den Bezirk endgültig aus den Namen killt. So soll deutschlandweit eine einheitliche Ligenbenennung umgesetzt werden.

202 Zuschauer sehen im Schnitt die DSC-Heimspiele, in denen es nie ein Remis gibt: 8 Siegen stehen 5 Niederlagen gegenüber. Alexander Preißiger absolviert erneut alle Punktspielminuten der Saison. Ihm folgen mit deutlichem Abstand Martin Käseberg und Christian Heinrich bei den Einsatzzeiten. Heinrich ist mit 17 Treffern Top-Scorer des Teams und drittbester Torschütze der Liga. Preißiger folgt „knapp“ dahinter mit 6 Toren vor Lars Schöffel mit 5 Treffern. Es gibt drei Platzverweise für die Friedrichstädter und allesamt sind es lupenreine rote Karten. Olaf Sieradzki ist der Einwechsler vom Dienst (11x von 15 Einsätzen), während Sascha Hoffmann immerhin neunmal ausgewechselt wird.

Die Zweite vom DSC träumt kurzzeitig vom Aufstieg, legt dann aber eine ordentliche Niederlagenserie zum Saisonschluss hin und wird Siebenter in der Stadtliga B.

 

Serie „DSC-Geschichte ab 1990“: bisher erschienene Teile
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