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Dresdner Sportclub 1898 e.V. Abteilung Fußball | 11. August 2020

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Großes Bären-Interview mit DSC-Maskottchen Friedrich

14.04.2020

Ungarn: Budapest (Gellertberg) Bodensee

Die Corona-Auszeit ist auch für unseren Bären Friedrich eine schwere Zeit. Kein Fußball, kein Kuscheln und noch nicht einmal Reisen – für einen Weltenbummler wie es unser Maskottchen ist, echt miserabel. Wir wollten Friedrich etwas ablenken und Euch amüsieren. Daher haben wir uns mit dem DSC-Maskottchen über Corona, seine Reisen nach China, Fische, den Verein prominenter Bären, den Sieben-Jahres-Plan des DSC und den Geschmack von Fledermäusen unterhalten. Auch für unsere Nachwuchskicker hat der Bär etwas zu sagen. Aber lest selbst, viel Spaß dabei!

 

Online-Team: Hallo Friedrich, zu aller erst natürlich die wichtigste Frage: Hast Du Deinen Pelz schon in die Sonne gehalten – jetzt, wo die ersten warmen Tage uns das Leben versüßen?

Friedrich: Da geht es den Bären wie den Menschen, die Sonne lockt uns raus. Aber ich mache ja als Stadtbär nur noch sehr selten Winterschlaf. Da habe ich auch über den Jahreswechsel ausreichend Vitamin D. Leider haben ja derzeit die Friseure zu und ich bin nun immer noch ziemlich verfilzt. Da kommt die Sonne nicht wirklich durch. Aber auf der Nase hat sie mich schon ein bisschen gekitzelt.

Online-Team: Nachdem wir das geklärt haben. Geht’s Dir gut? Bist Du gesund?

Friedrich: Ich habe etwas Zahnstein und ein bisschen Dreck unter den Krallen, sonst bin ich wie immer in einem Topzustand. Auch das Alter geht spurlos an mir vorbei. Es ist eine Freude, in meinem Fell zu stecken!

Online-Team: Wir kommen ja am Coronavirus nicht vorbei. Die Saison ist unterbrochen. Wie’s weitergeht, weiß keiner. Im letzten Programmheft zum Rietschen-Spiel hast Du in Deiner Kolumne über die schwindelerregende Mortalität schwadroniert und wolltest der hässlichen Fratze Corona trotzig entgegenblicken. Was hast Du denn da entdeckt bei Corona?

Friedrich: In den Tagen seit dem letzten Spiel ist wirklich viel passiert. Das hat selbst mich mit meiner Bärenruhe fast ein bisschen aus dem Konzept gebracht. Beinahe wäre ich losgezogen und hätte eine Palette Klopapier gehamstert, aber ich habe es dann doch gelassen. Bin ja auch kein Hamster. Stattdessen habe ich mich diszipliniert und benutze seitdem nur noch ein Blatt Klopapier pro Stuhlgang. Da reicht die angefangene Rolle, die ich noch habe, vielleicht bis Nach-Corona. Notfalls habe ich immer noch meine wehrhafte Bärennatur, um mich im Kampf um die letzte 12er-Packung im Drogeriemarkt meiner Wahl erfolgreich durchzusetzen.

Online-Team: Und wie soll es jetzt Deiner Meinung nach weitergehen?

Friedrich: Dinge ändern sich, nichts ist in Stein gemeißelt. Nur den DSC, den wird es ewig geben. Der Virus mag jetzt groß sein, er mag uns noch lange beschäftigen, aber wir werden ihn überwinden, oder einen Umgang mit ihm finden und dann wird er immer kleiner schrumpfen und letztlich wird er nur noch ein kleiner vertrockneter Popel sein, der keine relevante Rolle mehr spielt und das Leben wird weiter gehen. Vielleicht werden sogar alle ein bisschen solidarischer und rutschen mehr zusammen, Ansätze dazu sieht man ja schon. Das trifft bei meiner Kuschelbärenseite natürlich auf Zustimmung und löst Vorfreude aus.

Online-Team: Apropos Coronavirus COVID-19. Wir wollen jetzt kein Land an den Pranger stellen. Unsere Informanten haben uns aber drei Fotos aus dem Februar zugespielt. Quelle: ‚Friedrich on Tour‘. Hier, schau mal! Was sagst Du dazu? Siehst Du einen etwaigen Zusammenhang mit der Ausbreitung des Virus?

Friedrich: Der Anfang der Corona-Pandemie war ja die Sache mit der Fledermaus. Auch ich esse tatsächlich gern mal so ein kleines zappliges Tierchen. Nicht aus Marketinggründen wie Ozzy Osbourne, sondern einfach, weil es gut schmeckt. Deswegen kann ich dem Chinesen, der da Appetit auf Fledermaus hatte, gar nicht böse sein. Geschmäcker sind halt verschieden. Dass die Chinesen lange brauchten, um sich mit Käse zu arrangieren, ist ja zum Beispiel allgemein bekannt. Vielleicht setzen sich ja bei uns noch Fledermäuse durch. Ich könnte liefern. Der große Schwarm in meiner Bärenhöhle bietet endlosen Nachschub.

Was ich sagen wollte ist, dass sich nach dem Fledermausmenü ja die Corona-Spur aufteilt und die Träger immer mehr geworden sind. Ich gehöre nach meiner Kenntnis nicht dazu. Habe auch noch von keinem Bärenkollegen gehört, der sich Corona zugezogen hätte. Da scheinen wir resistent zu sein. Ich bin also wahrscheinlich unschuldig und habe auch schon länger keine Fledermaus mehr gegessen. Aber ich fange mir nachher mal eine. Der Gedanke hat mir Appetit gemacht.

Online-Team: Was macht so ein stolzer Bär wie Du in der fußballfreien Zeit? Und wie lange hält Bär das noch durch?

Friedrich: Was bleibt mir schon anderes übrig? Ich werde parat stehen, wenn es wieder losgeht. Aber bis dahin wird mir nicht langweilig. Ich habe den Einkaufsdienst in einer Seniorenresidenz übernommen und häkle Mundmasken aus alten Fellresten von mir. Die riechen zwar etwas intensiv, haben aber FFP3-Niveau in der Schutzwirkung.

Online-Team: Zurück zum Sportlichen. Vermisst Du Dein Samstags-Bier? Und von der Bratwurst ganz zu schweigen?

Friedrich: Ich hoffe, die Frage ist nicht ernst gemeint!? Ich habe an jedem Wochenende Heulkrämpfe und bin schon ganz dehydriert und unterwurstet.

Online-Team: Wo stehen wir mit dem DSC im Sommer 2021?

Friedrich: Im Sommer nächstes Jahr blicken wir hoffentlich auf eine weitestgehend normale Saison 2020/2021 zurück, hatten mit dem Abstieg nichts zu tun und konnten zumindest zeitweise Höhenluft schnuppern. Die riecht so gut. Nach Veilchen und ein bisschen nach Pfefferminz.

Online-Team: Jetzt mal ‚Butter bei die Fische‘ – oder wie sagt man das eigentlich unter Braunbären? In Deinem Interview von 2016 mit uns sprachst Du ganz klar von einem Sieben-Jahres-Plan – mit, ich zitiere: „Also dieses Jahr Konsolidierung. Nächstes Jahr Aufstieg. Dann Aufstieg, Aufstieg, Aufstieg. 2023 spielen wir Bundesliga. Läuft!“ Was sagst Du jetzt? Hat das Maskottchen die Entwicklung nicht mehr im Griff? Ist Deine Glaskugel kaputt? Müssen wir Dich austauschen – einer muss ja schließlich schuld sein!

Friedrich: Butter bei die Fische gibt es bei uns nicht. Ich denke jeder hat das Bild von meinen Artgenossen im Kopf – ich hatte ja kürzlich davon erzählt – wenn sie am Klondike Lachse tafeln. Um Himmels Willen natürlich OHNE Butter! Aber ich kenne natürlich die menschlichen Vorlieben: Forelle Müllerin Art, Karpfen blau mit zerlassener Butter usw. Es sei euch gegönnt. Aber ich schweife ab. Ja, ich muss zugeben, wenn du das Maskottchen schon so bloßstellst, da habe ich mich geringfügig verschätzt. Aber wir sind auf dem richtigen Weg. Sind ja schon mal aufgestiegen letzte Saison. Der erste Schritt ist getan. Die Richtung hat also 100prozentig gestimmt und darauf kommt es an.

Online-Team: Unsere Nachwuchskicker haben ja grade nix zu tun und werden alle aufmerksam dieses Interview verfolgen. Was gibst du als Maskottchen diesen mit auf den Weg?

Friedrich: Jeder kleine oder große Mensch, in dem ein schwarz-mohnrotes Herz schlägt, darf sich sicher sein: Friedrich steht in allen Lebenslagen stets hinter euch, oder vor euch, oder neben euch, je nachdem was gerade gefragt ist. Ich bin immer in der Nähe und habe ein wachsames Knopfauge auf euch. Ihr gehört alle zu meiner Bärenfamilie. Und das, obwohl ihr so schrecklich unbehaart seid. Das will schon was heißen! Natürlich alles datenschutzkonform. Ich gucke auch mal weg.

Online-Team: Die wichtigste Frage habe ich mir aber für den Schluss aufgehoben: Du warst – wie wir im letzten Interview gelernt haben – 2016 noch stellvertretender Vorsitzender des Vereins prominenter Bären. Käpt’n Blaubär stand vor seinem Rücktritt und Du standest kurz davor, die Glücksbärchis auszustechen. Was ist seitdem passiert? Können wir gratulieren. Ist der prominenteste Bär dies jetzt auch von Amts wegen?

Friedrich: Da sprichst du einen wunden Punkt an. Ich musste leider da aussteigen. Der Bärenmarke-Bär, die Goldbären und der Charminbär haben die Kontrolle übernommen und im Hintergrund zieht der Coca-Cola-Eisbär als graue Eminenz die Fäden. Naja, eher weiße Eminenz. Das ist mir alles zu kommerziell geworden. Ich bin noch unentschlossen, ob ich vielleicht eine Alternative dazu ins Leben rufe. Aber mir gefällt das Wort „Alternative“ nicht. Wir weniger kommerziellen Bären treffen uns erstmal nur formlos. Das ist auch ok. Mal schauen, was passiert.

Online-Team: Danke Dir. Das war mal wieder sehr aufschlussreich. Bleib gesund! Hast Du noch was auf dem Bärenherzen für unsere Leser?

Friedrich: Danke für das Interview, ich lasse euch immer gern an meiner Weisheit teilhaben. Auch allen anderen DSC-Angehörigen möchte ich meinen kolossalen Dank aussprechen. Große Historie hin oder her: ihr seid das Herz und die Seele des Vereins. Bleibt auch alle gesund! Bald geht’s wieder los!

 

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