Schmerzhafte Niederlage im Abstiegskampf – DSC verspielt 2:0-Führung gegen Lipsia
07.06.2026
07.06.2026
Mit einer bitteren 2:3-Niederlage gegen den direkten Abstiegskonkurrenten SV Lipsia 93 Eutritzsch verpasst der DSC eine große Chance im Abstiegskampf. Dabei hatten die Friedrichstädter das Spiel zunächst im Griff und gingen sogar mit einer 2:0-Führung in die Pause. Doch drei Gegentore innerhalb von neun Minuten – darunter zwei Elfmeter – drehten die Partie komplett. Der Abstiegskampf ist damit wieder völlig offen.
Trainer André Heinisch setzt auf dieselbe Startelf wie zuletzt beim 1:1 in Riesa. Der DSC beginnt konzentriert und kommt früh zur Führung. Thanh Long Nguyen fängt einen Ball ab und spielt ihn direkt auf die linke Bahn zu Robert Roch, der sich gegen zwei Abwehrspieler durchsetzt und den Ball zum 1:0 ins Tor hämmert (8.). Doch Lipsia findet zusehends besser in die Partie. Marius Kuhl muss bereits früh per Fußabwehr klären und nach einem Freistoß der Gäste hält er einen Kopfball von Maximilian Stöckmann stark (26.). Die Gäste bleiben gefährlicher, der Ausgleich liegt fast in der Luft. Eine Lipsia-Flanke findet den Kopf – doch der Abnehmer trifft nicht das Ziel. Der folgende Konter über Faraj Elmadbouk wird geblockt. Emilio Rau versucht es auf der linken Seite aus spitzem Winkel, der Torwart hält, und der Nachschuss von Pascal Schickor geht drüber. Direkt vor dem Pausenpfiff fällt dann das 2:0 aus DSC-Sicht glücklich: Über rechts kombinieren Timon Weigel und Elmadbouk, kurz taucht Marcelo Manuel Goncalves Franco auf, doch der Ball kommt zurück zu Weigel, der aus kurzer Distanz volley abzieht und unhaltbar zum 2:0 trifft (45.+2.).
Nach dem Seitenwechsel entwickelt sich ein offenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten – beide Mannschaften lassen defensiv viel Raum. Elmadbouk zieht über rechts, der Ball kommt zu Roch, der ihn jedoch nicht richtig trifft. Auf der anderen Seite bricht Milan Havel per Konter durch, ist schneller als Nguyen, doch Kuhl pariert den schwachen Abschluss mit dem Fuß. Emilio Rau zieht über links durch und legt quer vor das Tor, doch niemand kommt heran. Ein Kopfball der Gäste geht drüber. Dann die große DSC-Chance: Elmadbouk läuft nach einem langen Ball von Nguyen allein auf das Tor zu – trifft aber nur den Pfosten (58.). Wenig später fällt das 2:1: Florian Schilling chippt den Ball hinter die DSC-Abwehr, Yurii Dimitriiev schaltet am schnellsten und schiebt an Kuhl vorbei ins Tor (61.).
Es kommt noch schlimmer: Infolge eines umstrittenen Handspiels von Benno Sternhagen an der äußeren Strafraumgrenze gibt der Schiedsrichter Handelfmeter – Kuhl ist zwar dran, der Ball springt aber trotzdem ins Tor, 2:2 (66.). Nur vier Minuten später verursacht Elmadbouk mit leichtem Kontakt an seinem Gegenspieler einen Foulelfmeter, den die Gäste sicher verwandeln – 2:3 (70.). In der Schlussphase wirft der DSC alles nach vorne. Eine Flanke von Elmadbouk in Richtung langes Eck rettet Lipsia-Torwart Patrick Baum mit den Fingerspitzen. Einen Konter über Havel vereiteln die 98er in höchster Not. Auch in der Nachspielzeit belohnt sich der DSC trotz Dauerdruck nicht mehr. Es bleibt bei der bitteren 2:3-Niederlage.
Eine absolut unnötige Niederlage – aus einer komfortablen 2:0-Führung wurde am Ende nichts. Der Abstiegskampf ist damit wieder komplett offen. Nun zählt jeder Punkt: Bereits diesen Mittwoch empfangen die Schwarz-Roten den SC Borea Dresden zum Derby im Heinz-Steyer-Stadion – Anpfiff ist um 19:30 Uhr. Mit aller Kraft und lautstarker Untersützung der eigenen Fans muss hier ein Sieg her! Denn immerhin hat es der Sportclub selbst in der Hand, den Klassenerhalt zu erreichen.
Statistik
Dresdner SC: Kuhl – Elmadbouk, Nguyen, Hot, Schickor, Rau – Lehmann (58. Telle), Nitzsche (46. Sternhagen), Goncalves Franco (90.+4. Groth) – Roch, Weigel (69. Mann)
SV Lipsia Eutritzsch: Baum – Husar (79. Kuhn), Meyer, Bormann, Stöckmann – Wild (79. Lange), Lohmeier, Wüstner, Ferlemann (58. Schilling) – Dimitriiev (83. Knoebel), Havel
Tore: 1:0 Roch (8. Min), 2:0 Weigel (45.+2. Min), 2:1 Dimitriiev (61. Min), 2:2 Dimitriiev (HE/66. Min), 2:3 Schilling (FE/70. Min)
Zuschauer: 213


