Fantreffen – Politik im Stadion

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  • Dieses Thema hat 14 Antworten und 10 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 3 Jahre, 3 Monaten von kenobi.
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  • #26751
    spielverderber
    Teilnehmer

    war eine gute veranstaltung, besser als erwartet.auch die gesprächsrunden danach fand ich topp. so wünsche ich mir den DSC, man tauscht sich aus und hetzt nicht (nur) hier im forum.

    #26767
    Max
    Moderator

    Ja, fandest du? Ich habe mit genau diesem Verlauf gerechnet! Das von Marcus zu Beginn angesprochene “Problem” wurde doch nur von einer einzigen Dame beantwortet. Zur Erinnerung, Marcus sprach von der Abteilungsleiterversammlung, von Sponsoren und anderen “wichtigen” Leuten, die (so habe ich ihn zumindest verstanden) ihr Befremden zu dem geäußert hätten, was denn da bei uns los sei. Und die darauf folgende Frage war, in welche Richtung sich das alles in Zukunft bewegen soll, da auch schon besagte Sponsoren dem Verein den Rücken kehren. Der darauf schon erwähnte Redebeitrag (der für meinen Geschmack nur etwa gefühlt fünfzig mal zu oft das Reizwort “Faschist” enthielt, aber deswegen trotzdem oder gerade deshalb inhaltlich zum Thema passte) ging in etwa in die Richtung, auf Sponsoren, die sich nicht eindeutig gegen rechts positionieren, zu verzichten. Alles weitere waren doch mehr oder weniger Verharmlosungen (“war doch nur die eine Fahne”), Rechtfertigungen (“wir sind aber die Guten”), Unschuldsbeteuerungen (“das waren die Anderen!”), je nach Sichtweise gezielte Lügen oder aber auch nur fehlerhafte Wahrnehmungen (“so etwas hängt schon seit drei Jahren nicht mehr”), darauf folgend gegenseitige Beschimpfungen und auch weniger sachdienliche Beiträge. Auch kein Wunder, wenn sich der Moderator eindeutig für eine Seite positioniert, praktisch jeden Beitrag pro Antifa mit JA und GUT bewertet, jeden Beitrag kontra aber abfällig (“Glaubst du, wir sind der schwarze Block?”) beendet oder sich lautstark über “Gelalle von Pegida-Opas” erheitert.

    Am meisten war ich allerdings von Bens Beitrag irritiert, der wohl glaubte, im Namen der Abteilungsleitung zu sprechen und dabei in blanker Wutrede bestehende und vom eigenen Abteilungsleiter bestätigte Fakten zu unserem Sponsorenschwund komplett ignorierte. Hallo Ben, ich weiß, dass du das jetzt hier liest, also noch mal ganz langsam: Es sind nicht die verschobenen Ansichten einiger weniger Papiertiger, die sich hier im Forum auskotzen (hattest du es so ungefähr formuliert?), wenn der Abteilungsleiter zu Beginn der Veranstaltung exakt das gleiche in teilweise noch viel drastischerer Form beschreibt. Vielmehr stellt sich die Frage, was eigentlich genau in der Abteilungsleitung los ist, wenn du als Mitglied der Leitung komplett das Gegenteil vom Abteilungsleiter erzählst, praktisch behauptest, den Sponsorenschwund gäbe es nicht. Sprecht ihr euch nicht vorher ab? Damit relativiert sich auch dieses ständige “Gesprächsangebot”, wem darf man denn deiner Meinung nach glauben, einem Abteilungsleiter, dem das Problem so wichtig ist, extra deswegen einen Fanstammtisch einzuberufen, oder einem ständig “Gesprächsbereiten”, für den es anscheinend eher ein Problem ist, gelegentlich auch mal auf Kritik zu stoßen?

    PS: Ich sitze übrigens immer noch zu jedem Heimspiel auf A 45. Und ich denke, wer sich permanent in einer Sache von Anderen abgrenzen will, grenzt im selben Moment alle Anderen aus und exakt an dieser Stelle beginnt Extremismus. Und wer immer nur nach Toleranz schreit meint doch im Prinzip nur Toleranz für sich selbst und die Auswüchse einer Art Hirnfehlfunktion, das sehen wir seit Jahren jeden Montag auf beiden Seiten der Polizeisperre. Da gibt es kein Gut oder Böse, der jeweils Andere irrt und man selbst ist in seiner Meinungsfreiheit eingeschränkt. Klar darf bei uns Jeder alles denken, das allermeiste davon auch sagen, sehr vieles davon auch machen aber es muss deshalb nicht zwangsläufig auch intelligent sein. Aber das sind nur die Gedanken eines in manchen Augen stark überalterten Fußballfans. Ich favorisiere das eher traditionelle Familienmodell, bin gegen eine Invasion der Erde durch Außerirdische und esse auch Fleisch von durch Menschen getöteten Tieren. Zu keinem dieser drei Themen habe ich mir bisher ein T-shirt anfertigen lassen, zum Thema Fußball und Dresdner SC befinden sich allerdings weit über vierzig in meinem Schrank.

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    ceci est un bloc de texte qui peut être ajouté aux messages que vous postez.

    --> DSC-Klingelton

    #26817
    andi_dd
    Teilnehmer

    Ich konnte gestern wegen Arbeit leider nicht da sein. Was ich aber gehört habe: Die Diskussion muss sehr sachlich und angenehm gewesen sein.

    Vier Kommentare von mir:

    1. Dass Max als Moderator hier die Wahl von Martin als Moderator der gestrigen Diskussionsrunde kritisiert, ist legitim.

    Ich bin künftig dafür, sämtliche Moderatoren offline und online demokratisch zu wählen. Zum Beispiel in der DSC-Mitgliederversammlung.

    Man wird sehen, wie das ausgeht. 😉

    2. Ich würde mal gerne die Liste an Sponsoren, die angeblich verschreckt wurden, sehen. Leute, die nie vorhanden waren, kann man nicht verschrecken… Am Tiefpunkt um 2007 hatten wir doch 0,0 Sponsoren. Damals hatte sich die DSC-Fanszene noch anders präsentiert. Daran kann es nun wirklich nicht liegen. Das mit dem Verschrecken halte ich echt für eine Mär!

    3. Die Eskalation der Debatte seit über 15 Jahren hängt damit zusammen, dass da echt Welten aufeinandertreffen. Ich als langjähriges Mitglied der Regierungspartei und staatstragenden Partei SPD musste mir vor einigen Jahren von NPD-Spinnern aus dem LK-Milieu anhören, dass meine SPD-Linksradikalität beim DSC nichts zu suchen habe.

    Ich wiederhole: von NPD-Mitgliedern oder -Sympathisanten. Stichwort “Fanprojekt”.

    4. Ich hielte es auch hier im Forum für wichtig, wenn Moderate von allen Seiten moderieren. Speziell würde ich dsc4ever vorschlagen. Er ist sicher nicht mit der “anderen Seite” auf einer Linie, er genießt aber sicher großen Respekt.

    #26833
    dsc4ever
    Teilnehmer

    Ob wir hier eine bessere politische Diskussionskultur als im Stadtrat hinbekommen? Wage ich in der allgemein viel zu sehr polarisierten Stimmung zu bezweifeln – wenngleich es natürlich schön wäre, wobei das auch nicht Sinn und Zweck unserer Fußballabteilung ist. Die Fußballabteilung ist zudem kein Verein für sich, sondern Teil des Gesamtvereins DSC, der uns nach 2007 wieder „gnädigerweise“ unter seine Fittiche genommen hat. D.h., bei allem was wir tun, müssen wir auch die Rückwirkungen auf den Gesamtverein mit seinen diversen Abteilungen berücksichtigen. Da lohnt doch ein Blick auf die vom Gesamtverein festgelegten Werte, woraus ich auszugsweise zitieren möchte:

    …“Wir halten es für zwingend notwendig, dass sich unsere Mitglieder untereinander höflich, respektvoll und wertschätzend verhalten. Wir sind politisch unabhängig und religiös neutral, wenden uns aber nachdrücklich gegen jede Form von Rassismus, Ausgrenzung und Intoleranz.“

    Ist doch schön, oder nicht? Lasst uns dies einfach leben, ohne dass wir zu viel Zeit und Energie mit politisch getriebenen Diskussionen verlieren, die uns aus meiner Sicht am Ende als Fußballverein bzw. -abteilung nicht weiterbringen. Ansatzpunkte, um unsere Energien zu kanalisieren, gibt es doch genug: wir bringen wir die Jugend weiter voran? Wo wollen wir dort hin und wie erreichen wir dies? Wie können wir unsere ökonomische Basis verbreitern, um endlich wieder Sachsenliga zu spielen und die Nr.2 in Fußballdresden zu werden, wofür wir eigentlich prädestiniert wären?

    Beim letzten Punkt schließt sich der Kreis zum Thema Sponsoren. Nur im eigenen Saft werden wir nicht vorankommen, das dürfte eigentlich Konsens sein. Und wenn Marcus sagt, dass uns in dieser Hinsicht ein zu politisches Auftreten schadet, dann ist ihm dies erstens abzunehmen – wer führt denn die Gespräche, wenn nicht er? Und zweitens erscheint dies auch plausibel, wenn man sich vor Augen führt, wer denn als potenzieller Sponsor in Frage kommt. Dies können eigentlich nur fußballbegeisterte klein- oder mittelständische Unternehmer sein, die aber in der Regel kaum dem politisch linken Spektrum zuzurechnen sind. Wenn wir da noch anfingen, die Sponsoren politisch auszusieben, was soll da noch übrig bleiben? Auch deswegen hielte ich das o.g. Vereinsgebot der politischen Unabhängigkeit für am sinnvollsten. Im Übrigen auch im Hinblick auf das Durchsetzen gegenüber der Stadt, dass wir endlich unsere eigenen Plätze bekommen. Aber das ist nur meine Meinung, kann man gern auch anders sehen.

    #26957
    kenobi
    Teilnehmer

    Konnte leider auch nicht teilnehmen, wie viele andere mit beruflichen und familiären Verpflichtungen.

    Zum Thema Sponsoren, ich weiß von mindestens 2 Firmen welche aus dem Grund des Antifa Auftretens einiger Fans oder Fangruppen nicht mehr Sponsor beim DSC sind. Die Zahl ist vermutlich höher, dazu kann ich aber nichts sagen da ich kein Vereinsmitglied bin. Weiterhin habe ich auch noch andere Sponsoren für den DSC zu begeistern versucht, ist mir zum Teil gelungen jedoch zum großen Teil nicht. Ein Grund ist unter vielen anderen eben dieser Linkskurs einiger Fans.

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