Gegnervorschau: FSV Oppach
19.09.2012
19.09.2012
Im Jahr 1919 entstand in der Oberlausitzer-Gemeinde Oppach der Wunsch nach einem geregelten Fußballspielbetrieb. Dazu wurde ein ehemaliges Sumpfgebiet zum Sportplatz umgewandelt und 1921 im ortsansässigen Turnverein eine Fußballabteilung gegründet. 1923 machte sich die Fußballabteilung als „Sportverein zu Oppach“ selbstständig. Nach dem Verbot aller deutschen Sportvereine im Jahr 1945 erfolgte der Neubeginn als SG Oppach.
Die nun folgenden sportpolitischen Umwälzungen führten 1949 dazu, dass mit dem Trägerbetrieb VEB Schaltelektronik Oppach aus der Sportgemeinschaft die BSG Motor Oppach wurde. Nach einem Abstieg im Jahr 1958 verließen einige Stammspieler den Verein in Richtung Westdeutschland.1975 wurde mit dem TJ Sokol Straz nad Nisou (Althabendorf) aus der benachbarten CSSR ein Freundschaftsvertrag geschlossen, wodurch viele Jahre freundschaftliche Vergleiche statt fanden und schöne Stunden bei gemeinsamen Wettkämpfen verlebt wurden. Am 6. Juni 1979 wurde der Sportplatz nach einem nächtlichen Wolkenbruch völlig überschwemmt und für ein Jahr unbespielbar, der gesamte Oppacher Fußballbetrieb wurde ins benachbarte Taubenheim verlegt. Die Reparatur der Sportanlage erfolgte in Eigenleistung.
1991 erfolgte die Umbenennung von BSG Motor Oppach in FSV Oppach. Im Jahr 2000 wurde die Sportanlage „Lindenberg“, die im Jahre 1936 entstand, innerhalb von fünf Monaten einer Sanierung unterzogen. Bei diesem Bauvorhaben wurde ein neuer Rasen verlegt und eine elektrische Rasenberieselungsanlage eingebaut. Ein Jahr später entstand zusätzlich noch ein Hartplatz. Nach dem man in der Saison 1999/2000 Kreismeister wurde, spielte der FSV in den folgenden Jahren erfolgreich Fußball in der Bezirksklasse Nach einem zehnten sowie in den folgenden Jahren je einen dritten Platz schaffte die erste Mannschaft in der Saison 2003/2004 den Aufstieg in die Bezirksliga Dresden.
Die Saison 2011/12 beendete der FSV Oppach als Zwölfter der Bezirksliga Sachsen-Ost, aktuell steht der FSV ohne Punkt aus drei Spielen auf Tabellenplatz 14. die letzten Punktspiele gegen den Dresdner SC fanden in der Saison 2006/07 statt und endeten beide siegreich für den Sportclub (1:0 für den DSC im heimischen Heinz-Steyer-Stadion und 0:2 auswärts im Stadion am Lindenberg).
Die Anreise (77 km) erfolgt über die A4 bis zur Anschlusstelle Bautzen-West und weiter über die B96 (der gelegentliche Stau auf der Bautzener Friedensbrücke lässt sich mit der Benutzung der Ausfahrt Bautzen-Ost und der neuen Umgehungsstraße B 156 bis zur Neusalzaer Straße B 96 umgehen) bis Oppach. An der ersten Ampelkreuzung nach dem Ortseingangsschild biegen Sie nach rechts auf die Dresdner Straße. Kurz nach der BFT-Tankstelle erneut nach rechts auf die Lindenberger Straße abbiegen. Nach weiteren 600 Metern wird das Stadiongelände am Lindenberg erreicht. Alternativ ist natürlich auch die streckenmäßig kürzere, aber zeitlich längere Anreise über die B6 bis Bischofswerda und dann über die B98 bis Oppach möglich.
ÖPNV:
RegionalBahn RB 61 – Richtung Zittau Bahnhof
11:40 ab Dresden Bahnhof Mitte, Gleis 3 – 12:51 an Neusalza-Spremberg Bahnhof, Gleis 1
Regionalbus 50 – Richtung Löbau Busbahnhof
14:13 ab Neusalza-Spremberg Am Bahnhof – 14:20 an Oppach Busbahnhof
Von dort zu Fuß über die Lindenberger Straße zur Sportanlage laufen.
Rückfahrt:
Regionalbus 50 – Richtung Neugersdorf
17:36 ab Oppach Busbahnhof – 17:42 an Neusalza-Spremberg Am Bahnhof
RegionalBahn RB 61 – Richtung Dresden
19:05 ab Neusalza-Spremberg Bahnhof, Gleis 1 – 20:17 an Dresden Bahnhof Mitte, Gleis 4
Fanbus:
Es startet definitiv am Samstag ein Fanbus nach Oppach! Die Kosten belaufen sich auf 13 Euro. Abfahrt ist um 13 Uhr an den Kassenhäuschen des Steyer-Stadions. Auch spontane Zusagen bzw. Mitfahrer sind noch willkommen!
Oppach
Oppach (obersorbisch Wopaka), als Waldhufendorf angelegt, wurde im Jahr 1336 durch die Erwähnung eines Zeugen namens Johann de Opach in einer Urkunde des Löbauer Ratsarchivs erstmals nachweislich erwähnt. Die Entstehung des Ortsnamens geht vermutlich auf den Namen des Beiersdorfer Wassers zurück: „Oberhalb des Baches“ – „Oberbach“ – „Obbach“ – „Oppach“. Oppach und das Nachbardorf Taubenheim waren die ersten Landgemeinden in der Oberlausitz, die sich bereits um 1524 der Reformation anschlossen. Nach dem Sächsisch-Böhmischen Separatfrieden im Dreißigjährigen Krieg gelangte der Ort mit der ganzen Ober- und Niederlausitz 1635 nach Sachsen. Ende des 17. Jahrhunderts fanden, vertrieben durch die Gegenreformation in Böhmen, protestantische Glaubensflüchtlinge aus Fugau (1960 von tschechoslowakischen Behörden komplett abgerissen) und Schirgiswalde (gehörte als Exklave bis 1845 zu Österreich) in Oppach eine neue Heimat. Durch sie entstanden die Ortsteile Fuchs und Eichen. Mit den Exulanten hielt die gewerbliche Hausweberei in Oppach Einzug, aus der später die ersten Textilfabriken hervorgingen. Am 1. April 2006 wurde die alte Fugauer Straße durch einen touristischen Grenzübergang zwischen Oppach und Schluckenau wiedereröffnet. Interessantes Detail am Rande, der Fugauer Zipfel: ein böhmischer Landstreifen, der in sächsisches Territorium hineinragt und von der Eisenbahnstrecke Dresden-Zittau sowie der Spree durchquert wird. Die Eisenbahnstrecke führt zwischen den Stationen Taubenheim (Spree) und Neusalza-Spremberg hier für ca. 1 km durch Tschechien. Fugau war der einzige Ort, in dem die Spree auf böhmischem Gebiet verläuft. Wegen seiner besonderen Lage war der nach der Vertreibung entvölkerte Ort in den 1950er Jahren zur Übergabe an die DDR vorgesehen. Als sich die Pläne einer Grenzbereinigung zerschlugen, begannen die tschechoslowakischen Behörden mit dem Abriss des Ortes. Mit der Sprengung der Kirche sowie der Schule am 23. September 1960 war der Ort schließlich dem Erdboden gleichgemacht. Die Ruinen des ehemaligen Ortes sind für Fußgänger und Radfahrer von der Oppacher Grenzstraße (Fugauer Straße) aus über eine kleine Spreebrücke zugänglich. Ein am 23. September 2000 aufgestelltes Holzkreuz erinnert an den Ort.
Die Webseite des FSV Oppach: www.fsv-oppach.de
Aktuelles Mannschaftsfoto des FSV:
Quelle: FSV Oppach


