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Dresdner Sportclub 1898 e.V. Abteilung Fußball | 8. April 2020

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Im Gespräch mit Pascal Hänisch

20.03.2020

Im Gespräch mit Pascal Hänisch

Im Gespräch mit Pascal Hänisch

Es herrscht Corona-Auszeit und Ihr bleibt vorbildlich zu Hause. Um Euch ein wenig die Zeit zu vertreiben, führen wir für Euch das eine oder andere Interview durch – natürlich ohne Direktkontakt face-to-face. Ihr habt Wünsche für einen Interviewpartner? Teilt sie uns mit bei Twitter, Facebook, im Forum oder per E-Mail an online-team@dresdner-sc.de!

Spätestens beim letzten ausgetragenen Punktspiel ist er wohl den letzten DSC-Fans aufgefallen: Pascal Hänisch. Mit seinen beiden Buden zur zwischenzeitlichen 2:0-Führung hat sich der Mittelfeldspieler in den Blickpunkt gespielt. Für uns Grund genug, den ‚Jungspund‘, der am 29. März seinen 20. Geburtstag feiert, näher vorzustellen. Dafür haben wir mit Pascal gesprochen und einige interessante Dinge erfahren.

Online-Team: Hallo Pascal, Du bist seit etwa einem halben Jahr bei der 1. Mannschaft dabei. Erzähl doch bitte kurz etwas über Dich.

Pascal Hänisch: Ich bin 19 Jahre jung, lege ein Finanzwirtschaftsstudium an der Berufsakademie in Dresden ab und spiele schon seitdem ich 6 Jahre alt bin Fußball. Ich bin froh, dass ich die Leidenschaft zu diesem wundervollen Sport – trotz langwieriger Verletzungen – nie verloren habe und hoffe, dem Verein noch länger mit Toren zum Sieg verhelfen zu können.

Online-Team: Du warst zuvor ein Jahr im Ausland. Wo warst Du und was hast Du dabei für Erfahrungen sammeln können?

Pascal Hänisch: Ich habe mein Auslandsjahr in Neuseeland verbracht und dabei in allen Lebensbereichen wichtige Erfahrungen für mich gesammelt. Mir wurde dort erst richtig bewusst, wie es ist, auf eigenen Füßen zu stehen, einem körperlich sehr aktiven Job nachzugehen und dabei auch mal eine 50- oder 60-Stunden-Woche arbeiten zu müssen.

Online-Team: Wann hast Du mit dem Fußballspielen begonnen und bei welchen Vereinen hast Du bisher gespielt?

Pascal Hänisch: Ich habe mit 6 Jahren bei SG Gittersee begonnen, bin dann ein Jahr später zu Dynamo Dresden gewechselt. Von dort gings dann 2013 zu Süd-West bevor ich 2017 den Schritt zum DSC unternommen habe.

Online-Team: Wie bist Du zum DSC gekommen? Warum hast Du Dich nach dem Auslandsjahr wieder für die 98er entschieden?

Pascal Hänisch: Hannes Müller, einer meiner Freunde, der zu diesem Zeitpunkt beim DSC gespielt hat, hat mich zum DSC gelockt. Ich habe mich wieder für den DSC entschieden, da ich weiterhin eine sportliche Herausforderung gesucht habe. Zudem sind auch Hannes Müller sowie Torik Schütze beim Sportclub geblieben. Ich konnte bereits während der A-Jugend-Zeit erste Erfahrungen bei Trainingseinheiten der 1. Männer sammeln und somit das Team bereits ein wenig kennenlernen – das hat ebenso geholfen.

Online-Team: Wie wurdest Du bei der 1. Mannschaft aufgenommen? Gibt es einen Spieler in der Mannschaft, von dem Du besonders viel lernen kannst?

Pascal Hänisch: Ich wurde herzlich in das Team aufgenommen und die Aufnahme war dann auch spätestens mit dem Einstandslied bei der Weihnachtsfeier abgeschlossen.

Ich denke, dass mir jeder Spieler aus der Mannschaft helfen kann, besser zu werden. Timo ist der Spieler, bei dem ich das meiste lernen kann und zu dem ich auch aufblicke, weil er das Team wie kein anderer anführt und trotz der Rückschläge weiter motiviert. Ich habe einen Riesenrespekt vor seinen Leistungen, die er immer wieder abliefert.

Online-Team: Wie groß ist der Unterschied zwischen dem Herrenbereich und der A-Jugend? Und was denkst Du, an welchen Schwächen Du noch arbeiten musst?

Pascal Hänisch: Von der körperlichen Härte ist der Herrenbereich eine komplett andere Hausnummer als die A-Jugend. Auch der Ball läuft schneller als in der Jugend. Allen voran sollte ich weiter an meiner Kondition arbeiten, die Taktiken festigen und die guten Trainings- und Spielleistungen auch über einen längeren Zeitraum beibehalten. Mein Ziel ist es, eine Konstanz meiner Leistungen herstellen.

Online-Team: Am Anfang, also in der Hinrunde, kamst Du vor allem bei der zweiten Mannschaft zum Einsatz. Was haben Dir diese Spiele gebracht?

Pascal Hänisch: Die Hinrunde bei der zweiten Mannschaft hat mir vor allem die nötige Spielpraxis gegeben, um in der Rückrunde in der ersten Mannschaft angreifen und mich dort festigen zu können. Natürlich habe ich, durch die dort gefeierten Siege, ordentlich an Selbstvertrauen getankt und konnte diesen Schwung in die Vorbereitung der Rückrunde mitnehmen.

Online-Team: Gegen den FC Stahl Rietschen-See hast Du nun Deine ersten beiden Tore erzielt. Was war das für ein Gefühl? Und wie denkst Du nachträglich über das 2:2-Unentschieden, was es dann noch geworden ist?

Pascal Hänisch: Es war ein unglaubliches Glücksgefühl, dem Team zu so einem Vorsprung zu verhelfen und dem Trainerteam das Vertrauen zurückzuzahlen, welches sie mir in der Vorbereitung und an diesem Spieltag gegeben haben, indem ich in der Startelf stand. Nachträglich war es natürlich sehr bitter, dass wir noch Unentschieden gespielt haben. Und im Hinblick auf die zweite Hälfte war es dann auch noch sehr glücklich für uns verlaufen. Dennoch muss man sagen, dass wir noch viele weitere Punkte in der hoffentlich noch durchzuführenden Rückrunde holen können, wenn wir uns so präsentieren, wie wir dies in den ersten 30 Minuten der ersten Hälfte getan haben.

Online-Team: Derzeit ist der Corona-Virus das alles beherrschende Thema. Was denkst Du über die Pause und glaubst Du, dass die Saison danach zu Ende geführt wird?

Pascal Hänisch: Die Pause ist notwendig, um die Bevölkerung vor der Ausbreitung zu schützen. Es hat mir zwar wehgetan, diese Zwangspause zu nehmen. Vor allem, wenn man sich gerade in guter Form befindet. Aber solange man vielen Leuten mit diesem Vorgehen helfen und das Virus eindämmen kann, verzichte ich gerne auf den Fußball. Ich gehe mit positivem Blick ran und denke, dass die Rückrunde noch zu Ende gespielt wird, sich dies aber eventuell bis in den späten Sommer hineinziehen kann.

Online-Team: Hälst Du dich jetzt noch fit?

Pascal Hänisch: Ich gehe von einer Fortsetzung der Rückrunde aus, also halte ich mich dementsprechend zu Hause fit, um dann wieder direkt – ohne große Fitnessrückstände – angreifen zu können. Damit wir am Ende der Saison auf einem guten Mittelfeldplatz landen werden.

Online-Team: Vielen Dank für das Interview, bleib gesund!

[DH]

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