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Dresdner Sportclub 1898 e.V. Abteilung Fußball | 11. Oktober 2026

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Aufsteiger Neusalza nutzt Chancen eiskalt – DSC ohne Durchschlagskraft

10.10.2026

Aufsteiger Neusalza nutzt Chancen eiskalt – DSC ohne Durchschlagskraft

Mit einer 0:3-Heimniederlage gegen den Aufsteiger FSV 1990 Neusalza-Spremberg endet der 7. Spieltag für den Dresdner SC ernüchternd. Die Partie ist über weite Strecken ausgeglichen und arm an klaren Torchancen – doch die Gäste aus der Oberlausitz nutzen ihre wenigen Möglichkeiten konsequent, während der Sportclub in den entscheidenden Momenten die Kaltschnäuzigkeit vermissen lässt. Ein Standard-Tor kurz vor der Pause und zwei späte Treffer besiegeln eine bittere Niederlage.

Der DSC beginnt druckvoll und setzt die Gäste früh unter Druck – doch das Spiel flacht nach wenigen Minuten merklich ab und findet in der Folge hauptsächlich im Mittelfeld statt. In der 8. Minute ist es Neusalza, das erstmals gefährlich wird: Eine Flanke von Scholz findet Tews, dessen Kopfball am Tor vorbeigeht. Kurz darauf zieht Tews über rechts und legt quer in den Strafraum – Faraj Elmadbouk klärt (9.). Klare Torchancen auf beiden Seiten sind Mangelware.

In der 21. Minute muss der DSC früh wechseln: Gabriel Longoria Peña scheidet verletzungsbedingt aus, Timon Weigel kommt ins Spiel. In der 31. Minute gibt es die nächste Neusalza-Szene: Nach einem DSC-Ballverlust schickt David Haist den aufgerückten Tews in die Tiefe – dessen Abschluss trudelt aber knapp am Tor vorbei. Die beste DSC-Chance in Hälfte eins hat Moritz Mann in der 36. Minute: Sein fulminanter Freistoß zwingt FSV-Keeper Dominic Schiring zu einer starken Parade im Nachfassen. In der 40. Minute landet eine Flanke aus dem Halbfeld bei Faraj – doch der steht im Abseits. Kurz darauf kommt Till Scholz nach einem Einwurf und einer Kopfballverlängerung zum Abschluss, zielt aber links vorbei (41.).

In der 44. Minute fällt dann doch das Tor – und es fällt auf der falschen Seite: Nach einem Eckball köpft Rudolph den Ball stark und unhaltbar ins lange Eck zum 0:1. Nur wenige Minuten nach Wiederanpfiff hat Neusalza die nächste gute Szene: Louis Rudolph bedient über rechts Philipp Mühlmann im Rückraum, doch Goncalves Franco blockt dessen Schuss entschieden (50.). Mit dem knappen 0:1-Rückstand geht es in die Kabine – ein Ergebnis, das angesichts des mageren Spielgeschehens noch schmeichelt.

Nach dem Seitenwechsel übernimmt der Sportclub die Spielführung und versucht, sich Chancen herauszuspielen. Neusalza agiert nun weniger kompakt und verliert etwas den Faden – doch echte Tormöglichkeiten sind zunächst rar. Die beste Phase des DSC folgt um die 67. Minute: Innerhalb von drei Minuten kommen die Schwarz-Roten gleich dreimal gefährlich vors Tor. Zunächst eine Riesenmöglichkeit nach einem Angriff über Kubitz, Emilio Rau und Faraj – der Ball kommt wieder zu Kubitz, der quer legt, und Moritz Mann wird beim Schuss aus Nahdistanz im letzten Moment geblockt. Dann landet ein Ball über Emil Günther vor dem Tor, doch der FSV rettet erneut. Und kurz darauf kommt Timon Weigel nach einer Vorlage von Faraj über rechts zum Abschluss – trifft den Ball aber nicht richtig. Drei Chancen, kein Tor.

In der 81. Minute hat Scholz die Entscheidung auf dem Fuß – schießt aber links vorbei. Die Strafe folgt auf dem Fuß: In der 84. Minute fällt das 0:2. Neusalza greift über rechts an, legt vor dem Tor quer, und Scholz zieht aus dem Rückraum völlig frei ab und trifft sicher. In der Nachspielzeit setzt Erdmann mit dem 0:3 den Schlusspunkt: Ein Freistoß von der Mittellinie, dann ein Kopfball aus etwa 14 Metern – und der Ball segelt genau über Marius Kuhl hinweg ins lange Eck.

Der DSC bietet zu wenig an und scheitert in den entscheidenden Momenten an der fehlenden Überzeugungskraft und Durchschlagskraft vor dem Tor. Neusalza dagegen zeigt, wie man wenige Chancen konsequent nutzt – und verlässt das Heinz-Steyer-Stadion als verdienter Sieger.

Statistik

Dresdner SC: Kuhl – Nitzsche, Goncalves Franco, Schütze, Jurk – Elmadbouk, Rau, Kubitz (87. C. Mann), M. Mann (75. Hönle), Günther (83. Csobot) – Longoria Pena (21. Weigel)
FSV Neusalza-Spremberg: Schiring – Frie, Bares, Sebek, Mühlmann – Rudolph (90. Koksch), Haist, Jokusch (85. Erdmann), Drassdo, Scholz – Tews (63. Kittan)
Tore: 0:1 Rudolph (44. Min), 0:2 Scholz (84. Min), 0:3 Erdmann (90.+1. Min)
Zuschauer: 215

Stimme nach dem Spiel: Julius Nitzsche

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