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Dresdner Sportclub 1898 e.V. Abteilung Fußball | 21. Oktober 2020

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Anfahrt + Corona-Regeln + Gegnervorschau: BSV 68 Sebnitz

01.10.2020

Anfahrt + Corona-Regeln + Gegnervorschau: BSV 68 Sebnitz

Bild: Aktuelles Mannschaftsfoto des BSV 68 Sebnitz (Quelle: BSV 68 Sebnitz – vielen Dank!)

In der heutigen Gegnervorschau gibt’s neben Informationen zum Gastgeber-Verein, Gastgeber-Ort und zur Anreise auch Informationen zu den Hygiene-Regeln des BSV Sebnitz sowie dem vereinfachten Zugang für DSC-Dauerkartenbesitzer.

BSV 68 Sebnitz

Fußball in Sebnitz hat eine lange, teils tragische Geschichte. Vor dem Ersten Weltkrieg existierten die Vereine FC Wacker 1908 und Sportclub 1912, die beide zu Kriegsbeginn aufgelöst wurden, da sämtliche Mitglieder zum Kriegsdienst eingezogen worden sind. Der Weltkrieg brachte allerhand Änderungen. Ein Teil der am Leben gebliebenen Mitglieder und neue Sportler gründeten dann nach Kriegsschluss den VfB Sebnitz, der bis zum Zweiten Weltkrieg das Fußballgeschehen der Stadt prägte. Nach dem verheerenden Krieg begann 1945 ein neues Kapitel in der Sebnitzer Fußballgeschichte.

Mit dem Verbot aller Sportvereine durch die sowjetische Besatzungsmacht erfolgte 1946 ein kompletter Neuanfang. An historischer Stätte, im ”Schützenhaus Sebnitz” erfolgte die Neugründung als SG Sebnitz. Mit der Umstrukturierung des DDR-Sports und der Schaffung von Betriebssportgemeinschaften erfolgte 1952 die Umbenennung zur BSG Motor Sebnitz mit dem Trägerbetrieb VEB Hebezeugwerk und Elektrowerkzeug. Eine erneute Umstrukturierung im DDR-Sport zur Schaffung olympiarelevanter Sportzentren in den Großstädten und entsprechend zuführender ländlicher Talenteschmieden im Jahr 1968 führte dann zur Gründung des BSV 68 Sebnitz.

Im Mehrspartenverein wird seit der Gründung 1948 auch Tischtennis gespielt, die Radballer kamen 1968 dazu, 1998 wurde noch der örtliche Tennisverein eingegliedert. Höherklassigen Fußball gab es in Sebnitz nie, der Verein pendelt zwischen Kreis- und Landesebene. Der letzte Aufstieg in die Landesklasse Mitte gelang 2019, zur Optimierung der Spielklasse erfolgte 2020 ein Wechsel in die Landesklasse Ost. Heimspielstätte ist das Sebnitzer Waldstadion.

Die abgebrochene Saison 2019/20 beendeten die Sebnitzer als Neunter der Landesklasse-Staffel Mitte. Aktuell ist die Mannschaft mit 7 Punkten (2 – 1 – 0) Spitzenreiter der Landesklasse Ost. Das Pokalspiel zum Saisonstart im Dresdner Heinz-Steyer-Stadion entschied der Dresdner SC mit 3:1 zu seinen Gunsten.

 

Hygiene-Regeln und Zutritts-Informationen

Für alle Besucher der Veranstaltung besteht beim Zugang eine Registrierungspflicht für das Gesundheitsamt – ähnlich wie beim DSC auch. Die Registrierung erfolgt unter Angabe persönlicher Informationen am Eingang. Alle DSC-Dauerkartenbesitzer können unter Angabe Ihrer Dauerkarten-Nummer ohne weitere persönliche Angaben ganz einfach das Waldstadion betreten. Die Zuordnung kann dann im Falle der Fälle in Zusammenarbeit mit dem DSC erfolgen.

Im Wartebereich des Vereinshauses (Zutritt nur für begrenzte Personenzahl) sowie auf den Toiletten herrscht Maskenpflicht.

Das Mitführen eines Ausweisdokuments wird dringend empfohlen. Im unmittelbaren Grenzgebiet (das Waldstadion ist ca. 200 Meter von der tschechischen Grenze entfernt) wird dies durch Bundespolizei und Zoll stichprobenartig kontrolliert.

Wir möchten ausdrücklich darauf hinweisen, dass die gesamte Tschechische Republik aktuell als Corona-Risikogebiet eingestuft ist und eine etwaige Wiedereinreise nach Deutschland mit klaren Bedingungen verknüpft ist. Der Gastgeber vom BSV Sebnitz betont ebenfalls, dass ein Grenzübertritt im Rahmen des Spieles nicht gewünscht wird. Weitergehende Informationen gibt es bei der Deutschen Botschaft in Prag.

Wir bitten Euch, alle Regelungen im Rahmen des Hygienekonzeptes des Gastgebers einzuhalten, damit weiterhin Zuschauer zugelassen werden können.

 

Anfahrt

Adresse für Navigationsgeräte: Waldstadion Sebnitz, Schandauer Straße 100, 01855 Sebnitz

Anfahrt mit PKW:

Die Anfahrt (46 km) erfolgt über die Bautzner Straße (B 6) stadtauswärts bis zum Fischbacher Kreisel. Weiter in Richtung Stolpen über Neustadt bis Langburkersdorf (S 159). Am ALDI nach rechts in die Sebnitzer Straße (S 154) einbiegen und dem Straßenverlauf bis Sebnitz folgen. Das Vereinsgelände befindet sich am Sebnitzer Ortseingang auf der linken Seite und ist bei der Talfahrt gut zu sehen. Parkplätze sind vorhanden. Achtung: Wer am NETTO-Markt vorbei kommt, ist schon zu weit gefahren.

ÖPNV:

Achtung: Im Bus besteht Maskenpflicht!!

Hinfahrt:

  • Bus 261 (Richtung Sebnitz, Brückenschänke)
  • ab Dresden, Pirnaischer Platz; Steig 6 (das ist vor dem LIDL-Markt) – Abfahrt 12:11 Uhr
  • an Sebnitz, Doktor-Steudtner-Straße – Ankunft 13:33 Uhr
  • Kosten: Preisstufe 3
  • Fußweg zum Stadion: fußläufig die Schandauer Straße zurück in Richtung Neustadt in nordwestlicher Richtung (100 Meter) bis zum Vereinsgelände

Rückfahrt:

  • Bus 261 (Richtung Dresden, Hauptbahnhof)
  • ab Sebnitz, Doktor-Steudtner-Straße; Steig 1 – Abfahrt 18:21 Uhr
  • an Dresden, Pirnaischer Platz – Ankunft 19:39 Uhr

 

Sebnitz

Sebnitz ist eine Gründung deutscher Kolonisten aus Franken. Das Gebiet gehört zu dieser Zeit zur Oberlausitz, die Bestandteil des Königreichs Böhmen ist. Der Name leitet sich von Sebenica (=Finkenwaldbach) ab. Der älteste urkundliche Beleg des Sebnitzbaches erfolgte in der Oberlausitzer Grenzurkunde von 1223/1241, in dem die Besitzverhältnisse des Königreiches Böhmen und des Bistums Meißen festgeschrieben wurden. 1359 wird der Ort selbst das erste Mal urkundlich benannt. Als Mittelpunkt der Marktsiedlung entstand zwischen Ende des 12. Jahrhunderts und Anfang des 13. Jahrhunderts der rechteckige Marktplatz der Siedlung, die 1451 mit der Herrschaft Wildenstein von Böhmen an die Wettiner ging und seither zu Sachsen gehört. Bei der Aufzählung des Wildensteinschen Besitzes wird die Siedlung erstmals als Städtlein (stetlin) bezeichnet.

Sebnitz wird 1547 das ”frey Stadtrecht” durch den sächsischen Landesherren bestätigt. Der Sebnitzer Bürgerschaft ist das Bierbrauen, der Bierverkauf, der Handel, das gewerbliche betriebene Schlachten und Backen und das Betreiben von ehrlichen Handwerken gestattet.

Der Dreißigjährige Krieg fügt der Stadt und ihrer Bevölkerung großen Schaden zu. Die Bevölkerungsverluste werden jedoch durch den bald nach 1650 einsetzenden Zuzug böhmischer Vertriebener ausgeglichen, die wegen ihres evangelischen Glaubens die Heimat verlassen mussten.

Am 15.September 1854 vernichtete ein großer Stadtbrand den gesamten Stadtkern und das althergebrachte mittelalterliche Stadtbild. Das auf der Marktmitte 1714/15 erbaute Rathaus wurde dabei völlig zerstört. Das daneben befindliche schuppenartige Häuschen, die Fleischbänke (Verkaufsstände der Fleischer) wurden bereits 1804 durch Hochwasser zerstört. Sebnitz war eine Ackerbürgerstadt, d. h. Handwerk, Handel und Landwirtschaft waren die Existenzgrundlage der Bürger. Unter den Handwerken war die Leinenweberei das wichtigste. Die Weber arbeiteten seit dem 16. Jahrhundert zumeist im Auftrage von Verlegern (Fakturisten).

Mit dem Niedergang der Handweberei, insbesondere verursacht durch die Industrialisierung dieses Industriezweiges in England, gewann durch den Einfluss deutschböhmischer Blumenmacher die Herstellung künstlicher Blumen stark an Bedeutung. Sebnitz wurde um 1900 das Zentrum deutscher Kunstblumenherstellung. Es gab zu dieser Zeit über 200 kleinere und größere Blumenfabriken mit fest angestellten Arbeiterinnen und Arbeitern und darüber hinaus Tausende von Heimarbeitern.

Zu DDR-Zeiten war der VEB Kunstblume Sebnitz einer der größten Arbeitgeber in der Region. Außerdem war der VEB Hebezeugwerk Sebnitz in der Stadt ansässig, der 1950 das Gelände der ehemaligen Papierfabrik Sebnitz übernahm und dort Kräne fertigte. Wegen der zunehmenden Billigimporte aus Asien werden Kunstblumen heute nur noch in geringem Maße und vor allem in Schauwerkstätten hergestellt.

Im August 2008 wurden die ehemaligen Grenzabfertigungsanlagen zum benachbarten Niedereinsiedel (Dolní Poustevna) beseitigt. Allerdings wurde Tschechien vergangene Woche zum Corona-Risikogebiet erklärt, von Besuchen wird dringend abgeraten. Rückkehrer aus Risikogebieten (gilt auch für kurzzeitige Aufenthalte!!) müssen zwingend einen Covid 19-Test absolvieren und sich bis zum Ergebnis des Tests in häusliche Quarantäne begeben. Zur Durchsetzung der Bestimmungen werden nach Angaben der Vereinsleitung bei der Einreise nach Deutschland Personalien aufgenommen und entsprechend an die Gesundheitsämter weitergeleitet! Trotz offener Grenze fahren die Einheimischen derzeit nicht mal mehr zum Tanken ins Nachbardorf.

Sebnitz liegt unmittelbar am Rand des Oberlausitzer Berglandes, dem westlichsten Teil der etwa 400 Kilometer langen Sudetenkette, die von der Böhmischen Pforte bei Tetschen (Děčín) bis zur Mährischen Pforte bei Teschen (Český Těšín/Cieszyn) reicht. Da der Naturraum Sächsische Schweiz ebenfalls sehr nah liegt, ist die Landschaft um die Stadt besonders abwechslungsreich.

 

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