6. Spieltag: SC Borea Dresden - Dresdner SC 1:2 (0:2)
26.09.2026
26.09.2026
26.09.2026 | Spielbericht
Mit dem ersten Sieg der Saison kehren die 98er vom Derby beim SC Borea Dresden zurück. Beim Tabellendritten setzen die Friedrichstädter von Beginn an ein klares Ausrufezeichen: Zwei frühe Treffer von Moritz Mann (9.) und Emil Günther (22.) bringen den DSC in eine komfortable Position, die er trotz aller Gegenwehr des Hausherrn über die Zeit bringt. Der hart erkämpfte 2:1-Auswärtssieg belohnt eine leidenschaftliche Mannschaftsleistung – und lässt die DSC-Fans im Jägerpark ausgelassen feiern.
Es ist eine Begegnung mit Brisanz: Borea als Tabellendritter gegen den DSC als Schlusslicht – doch die Rollen auf dem Platz sind von Beginn an erst einmal andere. Bei tollem Spätsommer-Wetter im Dresdner Jägerpark nehmen die Schwarz-Roten das Heft sofort in die Hand. Schon in der neunten Minute belohnt sich der DSC für einen engagierten Start: Moritz Mann zieht aus rund 20 Metern ab und lässt den Ball sehenswert links im Torwinkel einschlagen – ein fulminanter Schuss, der Boreas Keeper keine Chance lässt. Kurz nach dem Führungstreffer kommt es zu einer Unterbrechung: Bei den Gastgebern wird verletzungsbedingt gewechselt – Khamies Elmadbouk kommt ins Spiel, der Bruder von DSC-Spieler Faraj Elmadbouk. Ein besonderes Bruderduell auf Dresdner Stadtebene.
Der DSC lässt nicht locker. In der 22. Minute erhöht Emil Günther auf 2:0. Nach einer Ecke von Kubitz, die zunächst geklärt scheint, kommt Longoria Peña an den Ball, spielt quer – und Günther schiebt aus dem Rückraum des Strafraums ins rechte Toreck ein. Kurz darauf hat der DSC die nächste vielversprechende Szene: Faraj Elmadbouk spielt auf Julius Nitzsche, der eine präzise Flanke vor das Tor bringt – doch Longoria Peña verpasst den Ball um Haaresbreite.
Ab der 29. Minute meldet sich Borea. Zunächst klärt der DSC im Strafraum, ehe Oskar Haustein in der 30. Minute bei einer Ecke auf den langen Pfosten völlig frei zum Kopfball kommt – und aus kurzer Distanz übers Tor köpft. In der 33. Minute probiert es Merkel aus 18 Metern, verfehlt das Tor aber klar. Die gefährlichsten Szenen folgen kurz vor der Pause: In der 40. Minute unterläuft Nitzsche einen langen Ball, Niklas Calvin Arnold zieht frei in den Strafraum, hakt einmal an und schließt aufs kurze Eck ab – vorbei. Eine Minute später kommt Arnold erneut vor das Tor, legt quer, doch der DSC kann blocken. In der 45. Minute versucht Longoria Peña nach einer Not-Eingabe von Nitzsche per Drehschuss abzuschließen – trifft den Ball aber nicht richtig. Mit der klaren, aber nicht wirklich beruhigenden 2:0-Führung geht es in die Pause.
Die zweite Halbzeit beginnt mit zwei Borea-Abschlüssen, die das Tor verfehlen (57., 58.). Doch dann fällt in der 58. Minute der Anschlusstreffer: Toni Reh setzt sich auf der rechten Seite stark durch, zieht nach innen, kombiniert per Doppelpass und bringt den Ball schließlich selbst im Tor unter. Plötzlich hat das Spiel wieder Spannung. In der 60. Minute kommt mit dem noch A-Jugendlichen Arthur Lazar Csobot ein besonderer Akteur auf den Platz: der Sohn von Ex-DSC-Spieler André Csobot gibt heute sein Debüt im Männerbereich. In der 70. Minute hat der DSC selbst die nächste Möglichkeit: Nach einer Ecke von Kubitz rutscht der Ball durch den Strafraum, Emilio Rau kommt aus zentraler Position zum Abschluss – doch der Ball wird zur Ecke abgeblockt. In der 77. Minute bekommt Csobot den Ball in Strafraumnähe und versucht sich um den Gegner zu drehen, bleibt aber hängen.
Die Schlussphase wird heiß. In der 88. Minute hat Borea einen Freistoß aus 25 Metern – Paul Fromm zieht fulminant ab, doch Marius Kuhl hält mit einer starken Parade. In der 91. Minute sieht DSC-Trainer André Heinisch nach lautstarkem Protest gegen die fünfminütige Nachspielzeit erst die Gelbe, dann sofort die Gelb-Rote Karte. In der 94. Minute köpft Borea nach einem Freistoß von Merkel von der Mittellinie haarscharf am Tor vorbei. Der DSC bringt in über sieben gespielten Nachspielzeit-Minuten den Sieg über die Runden – und bricht gemeinsam mit seinen zahlreich mitgereisten Fans in Jubelfeier aus.
Ein verdienter erster Saisondreier für die Friedrichstädter, der Mut machen darf. Kaltschnäuziges Handeln in der Anfangsphase und kämpferischer Einsatz über 90+ Minuten – das war heute das Rezept des DSC und sollte es auch ind en folgenden Wochen bleiben. Wir danken euch für euren Support in dieser schwierigen Sportclub-Saisonphase.
Statistik
SC Borea Dresden: Neumann – Reh (83. Wurzer), Möbius, Fromm, Bruck – Fuhrmann (17. Elmadbouk, 68. Rascher), Löwe, Merkel, Krause (82. Wolf), Arnold – Haustein (68. Priebs)
Dresdner SC: Kuhl – Nitzsche, Hönle, Schütze, Jurk – Elmadbouk, Kubitz, Mann (55. Goncalves Franco), Rau (86. Urbanek), Günther (90.+6. Min Weigel)- Longoria Pena (60. Csobot)
Tore: 0:1 Mann (9. Min), 0:2 Günther (22. Min), 1:2 Reh (58. Min)
Besondere Vorkommnisse: 90.+1. Min gelb-rote Karte Heinisch [DSC] (Unsportliches Betragen)
Zuschauer: 115
Stimme nach dem Spiel: Moritz Mann






