Gegnervorschau: Postsportverein Dresden
09.12.2010
09.12.2010
Dank einer starken Hinrunde befindet sich das Team von Trainer Thomas Klippel derzeit auf dem dritten Tabellenplatz der Bezirksklasse Dresden Staffel 4 und hat damit die besten Voraussetzungen, dank der Umstrukturierung im Sächsischen Fußballverband, den Aufstieg in die neue Bezirksliga Sachsen-Ost zu erreichen.
Im Jahr 1925 wurde in Dresden die Postsportvereinigung gegründet, um einen sportlichen Ausgleich für die einseitige Tätigkeit der Beschäftigten von Reichspost und Telegraphenbetrieb zu schaffen. Mitglieder waren zunächst nur Angehörige der Post und ihre Angehörigen. Gespielt wurde in unmittelbarer Nachbarschaft zum Dresdner SC im Ostragehege auf einem Nebenplatz in der Flutrinne. Nach dem Verbot aller bisherigen Sportvereine wurde 1949 die BSG Post Dresden mit der Deutschen Post (der DDR) als Trägerbetrieb gegründet und der 1910 angelegte, aber mittlerweile verwaiste Sportplatz des bis 1945 aktiven SV Cotta an der Hebbelstraße genutzt. Mit der deutschen Einheit wurde auch das Vereinsleben der alten Bundesrepublik übernommen und am 11. Oktober 1990 der Postsportverein Dresden e.V. gegründet, der sich voll in der Tradition des alten Postsportvereins sieht, ohne jedoch dessen direkte Rechtsnachfolge anzutreten.
Die Saison 2009/10 beendete der Post SV als Sechster, die Partien in der letzten Saison endeten beide jeweils 1:0 für den DSC. Auf Grund eines Spielabbruchs (55. Minute beim Stand von 2:0 für den DSC, der Post SV wollte nicht weiterspielen nachdem Vermummte die DSC-Fans angegriffen hatten) am ersten Spieltag der diesjährigen Spielzeit steht eine Wiederholung dieser Partie noch aus.
Die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln kann mit den Buslinien 70 und 80 oder der Straßenbahnlinie 12 bis Altcotta oder der Linie 2 bis Hebbelplatz erfolgen. Zum Sportplatz geht man dann zu Fuß in die Hebbelstraße. Es gibt in direkter Nähe des Sportgeländes Parkplätze nur in den Seitenstraßen. Zum Spiel gibt der Verein ein Programmheft („Hebbel-News“) heraus.
Gegründet als slawisches Gassendorf am damals direkt in die Elbe mündenden Weidigtbach wurde das Dorf 1328 erstmals als Cottowe (Dorf des slawischen Anführers Kot) urkundlich erwähnt. Die Eingemeindung nach Dresden erfolgte 1903, nachdem sich entlang einer alten militärischen Befestigungsanlage ein neues Viertel mit Gründerzeithäusern entwickelt hatte (Schanzenviertel). Sportplatz, Freibad, Gartensparte und Parkanlage befinden sich auf dem ehemaligen und sehr weitläufigen Glacis dieser Schanze. Auf Grund der in früherer Zeit sehr feuchten und sumpfigen Gegend erhielt der Flecken schon frühzeitig den spöttisch gemeinten Spitznamen Frosch-Cotte. Im 19. Jahrhundert griffen die Cottaer die Bezeichnung auf, werteten sie um und betrachteten sie als Teil ihrer Identität. So hieß die 1862 eröffnete Dorfgaststätte ’’Zum Frosch’’ und auch das Rathaus Cotta (1901 erbaut) wurde mit steinernen Lurchen verziert. Die Tradition wird bis in die heutige Zeit gepflegt; die Cottaer Stadtteilzeitung heißt Froschpost.
Die Webseite der Abteilung Fußball des Post SV Dresden: www.post-sv-dresden.de.tl
Aktuelles Mannschaftsfoto des Post SV Dresden:


