Der Dresdner SC 1898 trauert um Eberhard Vogel. Der gebürtige Sachse, der unter seinem Spitznamen „Matz“ weit über die Grenzen der ehemaligen DDR hinaus bekannt war, ist vorgestern verstorben. Mit ihm verliert der deutsche Fußball eine seiner prägendsten Persönlichkeiten.
Eberhard Vogel war eine der herausragenden Figuren des DDR-Fußballs. Mit 440 Einsätzen in der DDR-Oberliga ist er deren Rekordspieler. Für den SC Motor und FC Karl-Marx-Stadt sowie den FC Carl Zeiss Jena erzielte der berüchtigte Linksaußen 188 Tore und bestritt 74 Länderspiele für die DDR-Nationalmannschaft. Er wurde DDR-Meister, dreifacher FDGB-Pokalsieger und gewann bei den Olympischen Spielen 1964 und 1972 jeweils die Bronzemedaille. 1969 wurde er zum DDR-Fußballer des Jahres gewählt. Auch als Trainer hinterließ er Spuren: Mit der DDR-Juniorennationalmannschaft wurde er 1986 Europameister und 1987 WM-Dritter.
Für den Dresdner SC war Eberhard Vogel zwischen dem 3. April 2002 und dem 16. Januar 2003 als Trainer der 1. Männermannschaft in der Regionalliga Nord tätig. Auch wenn sein Engagement beim DSC nur knapp ein Jahr währte, bleibt er ein Teil unserer Vereinsgeschichte – als erfahrener Fachmann, der dem Klub in einer sportlich anspruchsvollen Zeit zur Verfügung stand.
Der Dresdner SC 1898 spricht der Familie von Eberhard Vogel sein aufrichtiges Beileid aus. Wir werden ihm ein ehrenvolles Andenken bewahren.
Ruhe in Frieden, Eberhard.
Bild Eberhard Vogel: Bundesarchiv, Bild 183-N0608-0003 / CC-BY-SA

