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Dresdner Sportclub 1898 e.V. Abteilung Fußball | 28. September 2022

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Dresdner SC - Heidenauer SV 2:3

24.03.2007

17.03.2007     Bericht:
Im Verlaufe des Bezirkspokals hatte der DSC die Bezirksklässler Sachsenwerk und Possendorf, den Kreisligisten Oberseifersdorf, aber auch den Bezirksligakontrahenten Freital ausgeschaltet. Damit war der Weg ins Halbfinale geebnet. Bei der Endrunde der Hallenbezirksmeisterschaften im Januar, bei der der Sportclub den vierten Rang belegte, fand die Auslosung statt. Das erste Los war gleich das des DSC, das zweite Los beinhaltete Bezirksligaspitzenreiter Heidenau. Mit Oppach oder Wilsdruff hätte man zwar auch gut leben können, aber wenigstens blieb die Freude auf das Heimspiel gegen den HSV. Nun war es soweit und nach dem letzten Ligaerfolg und gleichzeitig erstem Auswärtssieg gegen Hoyerswerda 1919 konnte das Spiel kommen.
Und von Beginn an war zu sehen, dass die DSC’er, die mit neuen Trikots und mit neuem Brustsponsor aufliefen, Heidenau bezwingen uns somit das Finale erreichen wollen. Bereits in der ersten Spielminute hätte es fast die DSC-Führung gegeben. Im Gewühl direkt vorm HSV-Tor konnte Martin Nicklisch letztendlich gerade noch die Situation für die Gäste glimpflich bereinigen. Die Blau-Gelben kamen erst nach einer Viertelstunde zum ersten mal vors Gehäuse von Felix Gottschalk, der diesmal das Tor hütete. Alexander Preißiger hatte auf der rechten Seite ein Laufduell gegen Daniel Dittman verloren, doch dessen Flachpass in die Mitte brachte keine weitere Gefahr. Brenzliger für das DSC-Tor war eher drei Minuten später der Schuss von Dittmann, der aber doch deutlich über das Gehäuse flog. Zuvor hatte Albrecht Kaltofen den Ball vorm eigenen Strafraum verloren. Wieder Dittmann war es, der nach 32 Minuten einen Eckball auf Torsten Schulze hereinbrachte, doch dieser köpfte freistehend über das Tor. Die Auflistung der Chancen täuscht aber etwas über den Spielverlauf hinweg, in dem beide Teams mindestens gleichwertig waren, eventuell mit leichten Feldvorteilen für den abstiegsbedrohten Underdog. So fiel dann in der 33.Spielminute gar nicht unverdient der Treffer zum 1:0 aus Sicht des Dresdner Sportclubs. Nach einer Flanke und Kopfballweiterleitung schaltete Christoph Baum aus dem Gewühl heraus am schnellsten und markierte die Führung. Und der Großteil der 164 zahlenden Zuschauer setzte nur fünf Minuten später erneut zum Torjubel an als Marc Erdmann alleine auf den HSV-Keeper Martin Nicklisch zulief. Obwohl er alles richtig gemacht hatte, scheiterte er im Abschluss und die große Chance auf das 2:0 war vergeben. Und Erdmann hatte auch die letzte Szene der ersten Halbzeit. Doch seinen Schuss pariert Nicklisch im Nachfassen. Damit stand es zur Pause wie im Ligahinspiel 1:0 für den DSC. Damals bog Heidenau die DSC-Führung schnell in ein 2:1 um und diesmal sollte es ähnlich verlaufen.
Kurz nach der Pause ergab sich für den HSV eine Konterchance, nachdem Erdmann einen Fehlpass gespielt hatte. Doch zum Glück für die Schwarz-Roten stand Ronny Mühne im Abseits. Direkt danach setzte sich Erdmann jedoch auf der rechten Seite gegen Johann Claußnitzer durch und flankte den Ball auf Nico Opitz, der die Situation freistehend aber nicht nutzen konnte. Nun wurden die Gäste etwas stärker, bedingt auch durch die Einwechslung von Tom Winter. Nach einem Eckball samt Kopfballverlängerung klärt Gläsel gegen Mühne auf der Linie per Kopf. Nach 65 Minuten wurde die bis dato sichere Abwehr doch noch bezwungen. Nach einem DSC-Freistoß nutzten die Heidenauer einen Konter zum Tor. Einen langen Ball ersprintete sich der gerade eingewechselte Tom Winter gegen Marcus Zillich und setzte über DSC-Goali Gottschalk den Ball in die Maschen. Nur fünf Minuten später war das Spiel gar gedreht. Wiedermal. Diesmal aber wohl noch eher unverdient. Rico Glaubitz trifft eine Flanke von der linken Seite und schaltet nach dem anschließenden Gewühl im DSC-Strafraum am schnellsten. Gegen Tom Winter konnte Felix Gottschalk zuvor noch klären, Rico Glaubitz spitzelte den Ball an ihm aber vorbei, so dass der Ball auf der Torlinie entlang tändelte. Der Schiedsrichterassistent entschied sofort auf Tor. Auch wenn die Entscheidung sicher sehr knapp war, muss man diese so ja ohnehin akzeptieren. Doch noch gab sich die Diebitz-Truppe nicht geschlagen. Der DSC wurde offensiver, Libero Albrecht Kaltofen rückte nach vorn in den Sturm. Durch die entsprechenden Freiräume ergaben sich aber natürlich auch immer wieder Kontermöglichkeiten für die Gäste. Erst scheiterte Robert Gläsel mit einem Freistoß am Gästetorwart, dann klärte Felix Gottschalk eine HSV-Chance. Acht Minuten vor dem Ende wurde der Dresdner SC für seine Mühen doch noch belohnt und erzielte den Ausgleich. Michael Damm zielte dabei ins kurze Eck, nachdem ein Schuss von Stefan Steglich abgeblockt worden war. Die Situation eingeleitet hatte Robert Gläsel mit einem Freistoß. Doch nur zwei Minuten nach dem Ausgleich war die Freude schon wieder vorbei. Tom Winter setzte sich auf der rechten Seite gut durch, brachte den Ball nach innen, wo Hagen Lein, ebenfalls eingewechselt, das 3:2 erzielt. In der Folgezeit versuchte der Sportclub zwar noch einmal alles, kam aber zu keinen hochkarätigen Chancen mehr. Kurz bevor die sechs Minuten Nachspielzeit beginnen sollten, wurde es im Heidenauer Strafraum vor einem Freistoß noch einmal hektisch. Der Schiedsrichter schickte anschließend sowohl DSC’er Stefan Haase als auch HSV’er Frank Winkler mit Rot vom Platz. Damit fehlen beide in den kommenden Spielen ihren Teams, was natürlich aus Sicht des DSC sehr bedauerlich ist. Zumal es auch nichts mehr einbrachte. Es blieb bis zum Ende bei der Führung für die Gäste. Damit ist der DSC kurz vor dem Finale aus dem Pokal ausgeschieden, bewies aber dennoch, dass in den kommenden Ligaspielen gegen die Bezirksligaspitzenteams Punktgewinne möglich sind. Auch von der gezeigten Leistung war eine deutliche Steigerung zu den vergangenen Spielen erkennbar. Und trotz allem war die Bezirkspokalsaison 2006/07 für den Dresdner SC ein positives und lohnenswertes Kapitel.

Dresdner SC: Gottschalk – Kaltofen – Zillich (80. Keilholz), Preißiger – Haase, Steglich, Baum, Klemm (63. Opitz), Gläsel – Erdmann, Niese (76. Damm)
Heidenauer SV: Nicklich – Winkler – Claußnitzer, Gründig – Ritter, Wesolowski (53. Lein), Glaubitz, Schulze, Auerswald – Dittmann (76. Händel), Mühne (61. Winter)
Tore: 1:0 Baum (33. Min), 1:1 Winter (65. Min), 1:2 Glaubitz (70. Min), 2:2 Damm (82. Min), 2:3 Lein (84. Min)
Besondere Vorkommnisse: 89. Min rote Karte Haase [DSC] (wg. Tätlichkeit), 89. Min rote Karte Winkler [Heidenau] (wg. Tätlichkeit)
Zuschauer: 164

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